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Manifest

Der Mensch ist ein Knecht seiner Umwelt!
Ich glaube an die Vollkommenheit in sich selbst. Ich glaube an die Vollkommenheit der Wechselwirkung. Ich lehne die rational konstruierenden Regeln der Kunst ab, die dem Zweck dienen, die Kunst effizienter und dem Kulturmenschen zugänglicher zu machen. Im Wissen ob der Vollkommenheit der Dinge sowie der Vollkommenheit ihrer Wechselwirkung kann eine Regulierung nur eine Beschränkung bedeuten.

Der Moment ist gekommen, die repetitiv figurative Malerei hinter sich zu lassen.
Die Bürde der Dokumentation wurde der Kunst durch Kameras und Tongeräte genommen. Sie darf sich frei davon als Sprache entwickeln. Künstler wie Henri Matisse haben hier erste Pionierarbeit geleistet. Nun habe ich als nächsten Schritt das Kunstwerk hin zur Autonomie von direkter Vorlage und Künstler geführt. Das Kunstwerk bahnt sich aus Notwendigkeit heraus den Weg aus meinem Unbewussten ans Tageslicht. Es nimmt die Rolle der Natur, der Betrachter die des Künstlers ein. Kunst wird zur primären Bezugsquelle.

Ich fordere den Betrachter auf, sich seiner Fähigkeiten zu bemühen.
Da das Kunstwerk seine Selbstständigkeit erlangt hat, muss der Betrachter diesem ebenso offen begegnen. Konstruierende Kunstregeln dienen einem eingeweihten Zirkel zum Verständnis. Der Zugang zur Kunst darf aber ebenso wenig wie der Zugang zur Natur durch konstruierte Regeln erschwert werden.

Ich fordere den Knecht auf, wieder Mensch zu werden.
Ich fordere ihn auf, seine gegebene Rolle als Triebfeder und Bereicherung seiner Umwelt anzunehmen.

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